montenegro-reiseinfo.com

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Handel - Gewerbe

Handel, Wirtschaft und Gewerbe (Business Montenegro)

Durch den Jugoslawien Krieg in den 90er Jahren und die danach folgende Blockade Montenegros und Serbiens verödeten die Industrieanlagen und die Hafenbereiche mit den Werften, der Tourismus lag am Boden.

Handel, Wirtschaft und Gewerbe

Diese Zeit brachte zusätzlich zu fehlenden Absatzmärkten, auch eine Veraltung aller vorhandenen wirtschaftlichen Ertragsbereiche. Die Öffnung Montenegros für die freie Wirtschaft und die Privatisierung schafften zunächst keine Erleichterung der wirtschaftlichen Situation, sondern zeigten die Mängel des Landes, um im Wettbewerb mithalten zu können.

Weder die noch vorhandene Industrie entsprach mit ihren Produkten den Anforderungen der potenziellen Abnehmer, noch war die Infrastruktur der Straßennetze und Flughäfen den neuen Herausforderungen gewachsen.Die Betonburgen jugoslawischer Zeit vermochten Touristen ebenfalls nicht anzulocken.

Montenegro krempelte die Ärmel hoch und stellte sich bestmöglich der Situation. Die Straßennetze werden nach wie vor schnellstmöglich modernisiert, die Flughäfen dem inzwischen wieder begonnenen Ansturm der Touristen entsprechend herausgeputzt, die Privatisierung hat sowohl Investoren im Tourismusbereich wie auch in der Industrie anlocken können. Von den ehemals rein staatlichen Staatsbetrieben sind noch rund 700 erhalten geblieben, dagegen befinden sich knapp 12 000 Unternehmen in privater Hand.

Der Tourismusbereich vermeldet die stärksten Zuwachszahlen pro Land weltweit und lässt manch anderes Land vor Neid erblassen. Obwohl nach wie vor noch nicht der Stand vor dem Krieg erreicht wurde. Hier ist Montenegros Marschrichtung Tourismus für die oberen Einkommensschichten aufzubauen.

Der Tourismus trug die letzten Jahre knapp 20 % zum Bruttoinlandprodukt bei, die Landwirtschaft ist nach wie vor einer der wichtigsten Bereiche Montenegros und trägt ein Viertel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Pro Kopf macht das Bruttoinlandsprodukt in Montenegro ca. 2500 US Dollar aus, das durchschnittliche monatliche Einkommen liegt etwa bei 200 Euro (bei ähnlichen Preisstrukturen wie bei uns), die durchschnittliche Arbeitslosigkeit beträgt ca. 30 % der Bevölkerung.

Somit bleibt für das Land noch viel zu tun. Der Aufbau Montenegros wird stark von der EU gefördert, viele Mittel fließen in den Aufbau der Straßennetze, Erneuerung der Leitungen und Errichtung von umweltschonenden Kraftwerken und Industrieanlagen.

Montenegros mittelfristige Planung sieht im wirtschaftlichen Bereich eine Errichtung einer Freien Wirtschaftszone vor. Bereits jetzt werden ausländische Investoren mit Steuervergünstigungen gelockt. In Zukunft soll ein regelrechtes Offshore Zone ähnlich Zypern entstehen. Inwieweit die EU, deren Mitglied Montenegro ebenfalls werden will, dieses Vorhaben gut heißen wird, bleibt abzuwarten. Es mehren sich die Stimmen dieses Vorhaben nicht zuzulassen, da die Gefahr der Geldwäsche zu groß sein könnte.

Die wichtigsten Bereiche Montenegros bleiben in Zukunft die Entwicklung der Landwirtschaft, der Anschluss im Bereich der Schifffahrt und dem Fremdenverkehr und die Investition in umweltschonende Energien.

Weitere interessante Themen zu und über Montenegro finden Sie in unserem Bereich:

Das Land Montenegro

 

 


Tierhilfe Montenegro

Tierhilfe Montenegro Wir möchten Hundefreunde auf die Situation in Montenegro hinweisen und bitten Sie den Bericht der Tierhilfe Montenegro zu lesen: Hunde in Montenegro